Neueröffnung

Dr. C. Müller
Kollegienwall 17
49074 Osnabrück
Die Praxis ist mit Rollstuhl zugänglich.
Praxis für Neuropsychologie, Psychotherapie und Ergotherapie

Neurofeedback ist ein Verfahren, um dem eigenen Gehirn bestimmte mentale Zustände anzutrainieren. Dies kann beispielsweise genutzt werden, um besser konzentriert sein zu können (zum Beispiel bei AD(H)S) oder um in bestimmten Situationen entspannen zu können.
Das Gehirn ist immer aktiv, aber nicht immer gleich aktiv. Jede*r kennt verschiedene mentale Zustände aus eigener Erfahrung: schlafend, müde, verträumt, entspannt, konzentriert, fokussiert, aufgeregt, angespannt, aufgebracht und viele mehr. Sie unterscheiden sich in den elektrischen Aktivitäten unserer Gehirnzellen. Diese sind als Gehirnwellen bekannt. Sie können mit einem Elektro-Enzephalographen (EEG) gemessen werden. Verschiedene Gehirnwellen haben verschiedene Frequenzen. Je nachdem, wie viele Gehirnzellen in einer bestimmten Frequenz aktiv sind, fällt die Amplitude dieser Gehirnwellen hoch oder gering aus. Die gemessenen Gehirnwellen können in einem Graphen dargestellt werden. Sie können aber auch in Form von Videos auf einem Bildschirm oder akustisch über Boxen veranschaulicht werden.
Manche Menschen, zum Beispiel mit AD(H)S, möchten ihr Gehirn darin trainieren, sich fokussiert zu konzentrieren. Hierfür kann beispielsweise ein Video von einem Strandspaziergang präsentiert werden, das immer dann weiter läuft, wenn das Gehirn Gehirnwellen produziert, die dem fokussierten Konzentrations-Zustand entsprechen. Produziert das Gehirn diese Wellen nicht hinreichend, läuft das Video nicht weiter. So wird eine unmittelbare Rückmeldung über die eigenen Gehirnwellen erzeugt. Durch den belohnenden Effekt, dass das Video weiterläuft, lernt das Gehirn, welche Gehirnwellen es produzieren soll. So können mentale Zustände trainiert werden, die nach weiterem Training im Alltag aktiviert werden können.
Der Effekt dieser Methode ist wissenschaftlich nachgewiesen.
PsyReNa
Psy-ReNa ist eine Nachsorge für die Zeit nach einer psychosomatischen Rehabilitation. Es ist eine Gruppentherapie. Unter therapeutischer Anleitung können sich Patient*innen gegenseitig helfen, die in der Reha erlernten Verhaltensweisen und Strategien zur Stress- und Konfliktbewältigung im Alltag und Berufsleben umzusetzen.
Psy-ReNa beginnt mit einem individuellen Aufnahmegespräch. Dieses findet innerhalb von 3 Monaten nach der stationären Rehabilitation statt. Es dauert 50 Minuten. Hier können die persönlichen Hintergründe und Ziele für die Nachsorge besprochen werden und Fragen zum Ablauf geklärt werden.
Die Gruppentherapie besteht aus 25 wöchentlichen Sitzungen. Diese dauern jeweils 90 Minuten. Es nehmen 8-10 Personen in einer festen Gruppen daran teil. Es können zu bestimmten Themen wie beispielsweise „Stressbewältigung“, „Nein-Sagen“, oder „Konflikte ansprechen“ Erfahrungen ausgetauscht werden oder vertiefende Übungen durchgeführt werden. Diese Gruppentherapie hat sich als sehr hilfreich erwiesen, um nicht nach Rückkehr aus der Rehabilitation wieder in die alten Verhaltensmuster zurückzufallen. Sie hilft, das Gelernte im Alltag anzuwenden. Dies führt zu einem dauerhaften Therapie-Effekt von der Rehabilitation und zu einer Aufrechterhaltung der Gesundheit.
Dieses Form der Nachsorge ist ein Angebot der deutschen Rentenversicherung, das in ambulanten Praxen, wie Cognicura stattfindet.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung zu PsyReNa.